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Dienstag, 24. Februar 2009
Tag 5 Von Überraschungen und Geisteskranken
hergt01, 07:06h
Nikolai schreibt:
Geisterstunde ist Bloggerstunde... Na ja, so spät ist es zwar heute noch nicht, aber wir merken schon, wie sich hier unser Rhythmus verschoben hat: Um 22.15 liegen alle außer mir im Bett.. Dafür bin ich heute schon um 8 (!) aufgestanden.. Ok ich gebe zu, das war auch der Mückeninvasion geschuldet, aber trotzdem: Wer meinen normalen Schlaf-Wach-Rhythmus kennt weiß, wie ungewöhnlich diese Zeit für mich ist.
Nun ja, als Magdalena um 8.15 anruft, ist auch sie erstaunt wie schnell ich am Telefon bin, Überraschung 1! Wir verabreden uns auf 12 zum Mittagessen. Zum Frühstück gibt es Bananenmilch mit Flor de Caña (jaja, das ist der Rum aus Nicaragua). Schmeckt eigentlich ganz gut. Das Warten auf das Mittagessen verbringen wir mit Abrechnungen, telefonieren und Wäsche waschen. Das Mittagessen in einem kleinen Schuppen hinter der UCA ist sehr günstig und äußerst lecker. Ich habe eine Kartoffel in Käse, Reis, Gemüse, eine Avocado mit Schafskäse und einen frisch gepressten Saft für 1,70$! Das Eis zum Nachtisch ist genauso teuer... Daheim bei Annette müssen wir sämtliche Fenster und Türen verrammeln, soweit das bei Glasfenstern, die nicht richtig schließen, überhaupt möglich ist. Grund: Draußen wird flumingiert (oder so ähnlich). Das heißt, irgendein Typ mit Gasmaske sprüht sämtliche Pflanzen in der Umgebung mit einer Wolke ekliger Chemikalien ein, man möchte gar nicht wissen mit was genau, sieht aus wie ein extrem kaputter Auspuff eines Dieselfahrzeugs. Damit wollen sie die Schädlinge bekämpfen. Ich glaube, dass haben sie geschafft...
Nachdem dieser Anschlag auf Mensch, Tier und Pflanzen vorbei ist gehen wir drei in ein kleines Schwimmbad gegenüber von der UCA. Ja, man mag es kaum glauben, sowas gibts hier wirklich, Überaschung 2! Ist gar nicht mal so verkehrt, ein bisschen dreckig, aber was ist das hier nicht, und kostet nur 2$ Eintritt. Die bezahlen wir auch brav, offensichtlich aber beim falschen Typen, denn der richtige beschwert sich am Ende, wir sollen das nächste Mal ja bezahlen. Ich glaube, er glaubt uns nicht so ganz, dass wir tatsächlich bezahlt haben.
Auf dem Rückweg die nächste Überraschung: Offensichtlich verbringen einige Professoren der Uni Passau am liebsten jede freie Minute in Lateinamerika... An der Ecke vom Pops (Eisladen) steht eine Passauer Theologie-Professorin, die Flo und ich beim letzten Aufenthalt hier schon einmal getroffen haben, Überraschung 3! Sie ist übrigens eine gute Freundin von Helmar... Wenn die wüsste, dass auch er gerade hier ist........ :)
Mit Annette gemeinsam gehen wir zum Abendessen in ein kleines Lokal an der Ecke. Sehr lecker, wenn auch nicht ganz so günstig wie im Comedor. Beim Einkaufen für morgen können Flo und ich die Stimmung der Mitarbeiter etwas aufheitern: Ich schnappe mir einen Mini-Einkaufswagen für Kinder, denn schließlich brauchen wir ja nicht viel. Das allein bringt die Sicherheitsleute (hier sind alle großen Supermärkte von Männern mit Schrotflinte bewacht) schon zum Lachen. Aber als ich mich auch noch auf den Wagen draufstelle und Flo mich durch den Laden schiebt, dürften sie uns endgültig für verrückt halten. Zum Abschluss des Tages gibt es noch einen kleinen Flor de Caña auf Eis, herrlich! Morgen wollen wir uns wieder mit Helmar treffen, mal sehen was er sich für ein Programm ausgedacht hat.
Der Gruß des Tages geht heute an die Stadtverwaltung von San Salvador: Wer auch immer sich den Schmarrn mit dem Flumingieren oder wie auch immer ausgedacht hat: wenn ihr glaubt, mit hochgiftigen Substanzen wie E 605 kleine Schädlinge auf euren Pflanzen bekämpfen zu können, habt ihr damit sicher Recht. Nur merkt euch mal, dass ihr damit die Pflanzen selber auch gleich kaputt macht. Und nebenbei sicherlich auch alle Singvögel und anderes Getier im näheren Umkreis. Von den Menschen ganz zu schweigen, denen das Zeug die Atemwege verklebt. Manchmal könnte man echt meinen, dass die Entscheidungen in diesem Land von lauter Geisteskranken getroffen werden...
Geisterstunde ist Bloggerstunde... Na ja, so spät ist es zwar heute noch nicht, aber wir merken schon, wie sich hier unser Rhythmus verschoben hat: Um 22.15 liegen alle außer mir im Bett.. Dafür bin ich heute schon um 8 (!) aufgestanden.. Ok ich gebe zu, das war auch der Mückeninvasion geschuldet, aber trotzdem: Wer meinen normalen Schlaf-Wach-Rhythmus kennt weiß, wie ungewöhnlich diese Zeit für mich ist.
Nun ja, als Magdalena um 8.15 anruft, ist auch sie erstaunt wie schnell ich am Telefon bin, Überraschung 1! Wir verabreden uns auf 12 zum Mittagessen. Zum Frühstück gibt es Bananenmilch mit Flor de Caña (jaja, das ist der Rum aus Nicaragua). Schmeckt eigentlich ganz gut. Das Warten auf das Mittagessen verbringen wir mit Abrechnungen, telefonieren und Wäsche waschen. Das Mittagessen in einem kleinen Schuppen hinter der UCA ist sehr günstig und äußerst lecker. Ich habe eine Kartoffel in Käse, Reis, Gemüse, eine Avocado mit Schafskäse und einen frisch gepressten Saft für 1,70$! Das Eis zum Nachtisch ist genauso teuer... Daheim bei Annette müssen wir sämtliche Fenster und Türen verrammeln, soweit das bei Glasfenstern, die nicht richtig schließen, überhaupt möglich ist. Grund: Draußen wird flumingiert (oder so ähnlich). Das heißt, irgendein Typ mit Gasmaske sprüht sämtliche Pflanzen in der Umgebung mit einer Wolke ekliger Chemikalien ein, man möchte gar nicht wissen mit was genau, sieht aus wie ein extrem kaputter Auspuff eines Dieselfahrzeugs. Damit wollen sie die Schädlinge bekämpfen. Ich glaube, dass haben sie geschafft...
Nachdem dieser Anschlag auf Mensch, Tier und Pflanzen vorbei ist gehen wir drei in ein kleines Schwimmbad gegenüber von der UCA. Ja, man mag es kaum glauben, sowas gibts hier wirklich, Überaschung 2! Ist gar nicht mal so verkehrt, ein bisschen dreckig, aber was ist das hier nicht, und kostet nur 2$ Eintritt. Die bezahlen wir auch brav, offensichtlich aber beim falschen Typen, denn der richtige beschwert sich am Ende, wir sollen das nächste Mal ja bezahlen. Ich glaube, er glaubt uns nicht so ganz, dass wir tatsächlich bezahlt haben.
Auf dem Rückweg die nächste Überraschung: Offensichtlich verbringen einige Professoren der Uni Passau am liebsten jede freie Minute in Lateinamerika... An der Ecke vom Pops (Eisladen) steht eine Passauer Theologie-Professorin, die Flo und ich beim letzten Aufenthalt hier schon einmal getroffen haben, Überraschung 3! Sie ist übrigens eine gute Freundin von Helmar... Wenn die wüsste, dass auch er gerade hier ist........ :)
Mit Annette gemeinsam gehen wir zum Abendessen in ein kleines Lokal an der Ecke. Sehr lecker, wenn auch nicht ganz so günstig wie im Comedor. Beim Einkaufen für morgen können Flo und ich die Stimmung der Mitarbeiter etwas aufheitern: Ich schnappe mir einen Mini-Einkaufswagen für Kinder, denn schließlich brauchen wir ja nicht viel. Das allein bringt die Sicherheitsleute (hier sind alle großen Supermärkte von Männern mit Schrotflinte bewacht) schon zum Lachen. Aber als ich mich auch noch auf den Wagen draufstelle und Flo mich durch den Laden schiebt, dürften sie uns endgültig für verrückt halten. Zum Abschluss des Tages gibt es noch einen kleinen Flor de Caña auf Eis, herrlich! Morgen wollen wir uns wieder mit Helmar treffen, mal sehen was er sich für ein Programm ausgedacht hat.
Der Gruß des Tages geht heute an die Stadtverwaltung von San Salvador: Wer auch immer sich den Schmarrn mit dem Flumingieren oder wie auch immer ausgedacht hat: wenn ihr glaubt, mit hochgiftigen Substanzen wie E 605 kleine Schädlinge auf euren Pflanzen bekämpfen zu können, habt ihr damit sicher Recht. Nur merkt euch mal, dass ihr damit die Pflanzen selber auch gleich kaputt macht. Und nebenbei sicherlich auch alle Singvögel und anderes Getier im näheren Umkreis. Von den Menschen ganz zu schweigen, denen das Zeug die Atemwege verklebt. Manchmal könnte man echt meinen, dass die Entscheidungen in diesem Land von lauter Geisteskranken getroffen werden...
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