Donnerstag, 12. März 2009
Tag 21 Faulenzen in der “Bratpfanne von Nicaragua”
hergt01, 05:51h
Sabine und Nikolai schreiben:
Wir sind noch in Chinandega und die letzten zwei Tage ist verhaeltnismaessig wenig passiert. Das liegt zum einen an unserem Beduerfnis mal wieder richtig zu “interneten”, gestern den ganzen Tag lang. Zum anderen an der unerbaermlichen Hitze (35 Grad und im Zimmer keine Klimaanlage sondern nur ein nutzloser Ventilator, der nix anderes macht als Ohrenschmerzen).
Heute war wieder Programm angesagt: Fuer Sabine und Helmar Foto Tour durch Chinandega auf der Suche nach schoenen Motiven. Fuer die Einheimischen ist Sabine eindeutig das schoenste Motiv. Sie drehen sich immer um, rufen ihr Komplimente zu und sind beeindruckt. Aber nicht auf eine unangenehme, anzuegliche Art sondern mit echter Begeisterung, richtig niedlich.. :)
Beide haben auf ihrer Fototour nach dem “Oficina de Tourismo” gesucht. Da zeigte sich: Die Leute hier sind zwar nett, kennen sich aber in ihrer eigenen Stadt ueberhaupt nicht aus. Die beiden wurden staendig in entgegengesetzte Richtungen geschickt, ganz sicher und gar nicht weit. Ein Taxifahrer kannte das Touristenbuero uberhaupt nicht. Ein anderer gefragter Kollege grinste nur bloed und meinte “Ich weiss den Weg, sags euch aber nur, wenn ihr bei mir einsteigt...” Das war ihnen dann doch zu bloed. Rettung in der Not war einmal mehr unsere Hauswirtin. Sie zeigte uns den richtigen Weg im Stadtplan und wir haben das Buero am Abend auf Anhieb gefunden.
Ueberhaupt unsere Wirtin: Sabine hat sich mit ihr unterhalten und sie hat erzaehlt, dass ihr Tochter in der Nachbarstadt Leon studiert, und zwar abends, weil sie sich am Tag das Studium finanzieren muss. Das wird immer schwieriger. Die Gebuehren fuer ein Semester an der staatlichen Uni sind 17,50$, (Privatuni 350) ein arbeiter verdient 110$ ca im Monat. Auch wenn hier das meiste sehr guenstig ist, alles was von aussen kommt ist purer Luxus und fuer die Einheimischen nicht zu bezahlen (Glas Nutella 6$, eine Packung Rocher 25$!!!!).
Trotzdem sind die Einheimischen hier super nett und aufgeschlossen. Wenn wir vorbeikommen gruessen sie freundlich (nicht nur Sabine :) ) , fragen wer wir sind, woher wir kommen und was wir machen. Wenn wir ihnen dann erzaehlen, dass wir ihr Land entdecken wollen, strahlen sie ueber beide Ohren und wuenschen uns alles gute.
Fuer Nikolai hat heute an seiner Hausarbeit zur amerikanischen Demokratiefoerderpolitik in nicaragua zur Zeit von Ronald Reagan (Ende 80er) gearbeitet. Erst Internetrecherche, dann Einlesen in ein Gutachten der Bertelsmann Transformationsstiftung zur Entwicklung der Demokratie in Nicaragua – bis um 14h im Fernsehen die Championsleague uebertragen wurde... :) Manchester gegen Inter Mailand.
Morgen steht uns eine aetzende Bustour (4std einfach) zum Vulkan Cosiguina bevor. Der hat einen herrlichen Kratersee und von dort aus gibt es eine tolle Aussicht auf den Golfo de Fonseca (wo auch die Isla El Tigre liegt wo wir vorher waren). Wollen wir hoffen, dass sich die Strapazen lohnen! Das koennt ihr dann am Freitag lesen, wenn wir wieder hier sind.
Der Gruss des Tages geht heute an BENNI:
Weil wir morgen kein Internet haben, wuenschen wir dir jetzt schon alles alles Gute fuer deine Pruefung!!!! Wir werden dir ganz ganz feste alle Daumen und sonstige Koerperteile druecken. Du schaffst das!!!
Auch an alle anderen ganz liebe Gruesse, wir hoffen, dass ihr uns jetzt alle gefunden habt und fleissig mitlesen koennt. Bis Freitag und gute Nacht!
Wir sind noch in Chinandega und die letzten zwei Tage ist verhaeltnismaessig wenig passiert. Das liegt zum einen an unserem Beduerfnis mal wieder richtig zu “interneten”, gestern den ganzen Tag lang. Zum anderen an der unerbaermlichen Hitze (35 Grad und im Zimmer keine Klimaanlage sondern nur ein nutzloser Ventilator, der nix anderes macht als Ohrenschmerzen).
Heute war wieder Programm angesagt: Fuer Sabine und Helmar Foto Tour durch Chinandega auf der Suche nach schoenen Motiven. Fuer die Einheimischen ist Sabine eindeutig das schoenste Motiv. Sie drehen sich immer um, rufen ihr Komplimente zu und sind beeindruckt. Aber nicht auf eine unangenehme, anzuegliche Art sondern mit echter Begeisterung, richtig niedlich.. :)
Beide haben auf ihrer Fototour nach dem “Oficina de Tourismo” gesucht. Da zeigte sich: Die Leute hier sind zwar nett, kennen sich aber in ihrer eigenen Stadt ueberhaupt nicht aus. Die beiden wurden staendig in entgegengesetzte Richtungen geschickt, ganz sicher und gar nicht weit. Ein Taxifahrer kannte das Touristenbuero uberhaupt nicht. Ein anderer gefragter Kollege grinste nur bloed und meinte “Ich weiss den Weg, sags euch aber nur, wenn ihr bei mir einsteigt...” Das war ihnen dann doch zu bloed. Rettung in der Not war einmal mehr unsere Hauswirtin. Sie zeigte uns den richtigen Weg im Stadtplan und wir haben das Buero am Abend auf Anhieb gefunden.
Ueberhaupt unsere Wirtin: Sabine hat sich mit ihr unterhalten und sie hat erzaehlt, dass ihr Tochter in der Nachbarstadt Leon studiert, und zwar abends, weil sie sich am Tag das Studium finanzieren muss. Das wird immer schwieriger. Die Gebuehren fuer ein Semester an der staatlichen Uni sind 17,50$, (Privatuni 350) ein arbeiter verdient 110$ ca im Monat. Auch wenn hier das meiste sehr guenstig ist, alles was von aussen kommt ist purer Luxus und fuer die Einheimischen nicht zu bezahlen (Glas Nutella 6$, eine Packung Rocher 25$!!!!).
Trotzdem sind die Einheimischen hier super nett und aufgeschlossen. Wenn wir vorbeikommen gruessen sie freundlich (nicht nur Sabine :) ) , fragen wer wir sind, woher wir kommen und was wir machen. Wenn wir ihnen dann erzaehlen, dass wir ihr Land entdecken wollen, strahlen sie ueber beide Ohren und wuenschen uns alles gute.
Fuer Nikolai hat heute an seiner Hausarbeit zur amerikanischen Demokratiefoerderpolitik in nicaragua zur Zeit von Ronald Reagan (Ende 80er) gearbeitet. Erst Internetrecherche, dann Einlesen in ein Gutachten der Bertelsmann Transformationsstiftung zur Entwicklung der Demokratie in Nicaragua – bis um 14h im Fernsehen die Championsleague uebertragen wurde... :) Manchester gegen Inter Mailand.
Morgen steht uns eine aetzende Bustour (4std einfach) zum Vulkan Cosiguina bevor. Der hat einen herrlichen Kratersee und von dort aus gibt es eine tolle Aussicht auf den Golfo de Fonseca (wo auch die Isla El Tigre liegt wo wir vorher waren). Wollen wir hoffen, dass sich die Strapazen lohnen! Das koennt ihr dann am Freitag lesen, wenn wir wieder hier sind.
Der Gruss des Tages geht heute an BENNI:
Weil wir morgen kein Internet haben, wuenschen wir dir jetzt schon alles alles Gute fuer deine Pruefung!!!! Wir werden dir ganz ganz feste alle Daumen und sonstige Koerperteile druecken. Du schaffst das!!!
Auch an alle anderen ganz liebe Gruesse, wir hoffen, dass ihr uns jetzt alle gefunden habt und fleissig mitlesen koennt. Bis Freitag und gute Nacht!
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