Montag, 16. März 2009
Tag 25 Zwei Vulkane und eine weitere Nacht am Ende der Welt
Nikolai schreibt:

Wir sind zureck aus Potosí, dem absoluten Ende der Welt (vgl Eintrag von Tag 17). Weil der letzte Bus dort schon um drei Uhr ging, und wir mit Haengen und Wuergen und viel zu wenig Wasser erst nach halb vier wieder im Dorf angekommen sind, mussten wir wohl oder uebel mal wieder eine Nacht dort verbringen.
Wir waren zu Gast bei rafael und seiner Frau, beide absolute Somoza Anhaenger (Dikator) und konservativ. Helmar ueberlegte schon (nicht wg der politischen Einstellung, sondern wg der schoenen Umgebung), im Winter drei Monate dort zu verbringen... Mal sehen.

Der Vulkan Cosiguina war sehr beeindruckend, der Krater riesig, aber es war irre heiss, wirklich unertraeglich! Heute waren wir am Fuss eines weiteren Vulkans (war zu weit und zu hoch zum erklimmen). Gestern haben wir uns ausgeruht, morgen schauen wir uns die Fabrik des beruehmten Rums Flor de Caña an und fahren dann weiter nach Leon. Dort gibt es eine Universitaet wo man auch Medizin studieren kann. Vielleicht eine weitere Alternative fuer Bines PJ?

Ansonsten habe ich mich riesig ueber den 2. Auswaertssieg von St Pauli gefreut, 4 Punkte bis zum Aufstiegsplatz, weiter so!!

Jetzt muss ich aufhoeren, wir muessen zum Essen. Wir bekommen heute eine Spezialitaet aus Nicaragua, Cata Mal, in Teig eingebackens Schweinefleisch (wenn ich das richtig verstanden habe). Morgen mehr von uns, dann aus Leon oder der Hauptstadt Managua.

Heute gibt es ausserdem einen Doppel-Gruss des Tages, denn es gab zwei Geburtstage zu feiern: Viele Gruesse und die besten Wuensche daher an Annette, die am Freitag in San Salvador gefeiert hat, und an Sabines Bruder Andi, der am Samstag Geburtstag hatte. Wir haben an euch gedacht!

Bis denn dann, viele Gruesse von euren Zentralamerikanern! ;)

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Donnerstag, 12. März 2009
Tag 21 Faulenzen in der “Bratpfanne von Nicaragua”
Sabine und Nikolai schreiben:

Wir sind noch in Chinandega und die letzten zwei Tage ist verhaeltnismaessig wenig passiert. Das liegt zum einen an unserem Beduerfnis mal wieder richtig zu “interneten”, gestern den ganzen Tag lang. Zum anderen an der unerbaermlichen Hitze (35 Grad und im Zimmer keine Klimaanlage sondern nur ein nutzloser Ventilator, der nix anderes macht als Ohrenschmerzen).

Heute war wieder Programm angesagt: Fuer Sabine und Helmar Foto Tour durch Chinandega auf der Suche nach schoenen Motiven. Fuer die Einheimischen ist Sabine eindeutig das schoenste Motiv. Sie drehen sich immer um, rufen ihr Komplimente zu und sind beeindruckt. Aber nicht auf eine unangenehme, anzuegliche Art sondern mit echter Begeisterung, richtig niedlich.. :)

Beide haben auf ihrer Fototour nach dem “Oficina de Tourismo” gesucht. Da zeigte sich: Die Leute hier sind zwar nett, kennen sich aber in ihrer eigenen Stadt ueberhaupt nicht aus. Die beiden wurden staendig in entgegengesetzte Richtungen geschickt, ganz sicher und gar nicht weit. Ein Taxifahrer kannte das Touristenbuero uberhaupt nicht. Ein anderer gefragter Kollege grinste nur bloed und meinte “Ich weiss den Weg, sags euch aber nur, wenn ihr bei mir einsteigt...” Das war ihnen dann doch zu bloed. Rettung in der Not war einmal mehr unsere Hauswirtin. Sie zeigte uns den richtigen Weg im Stadtplan und wir haben das Buero am Abend auf Anhieb gefunden.

Ueberhaupt unsere Wirtin: Sabine hat sich mit ihr unterhalten und sie hat erzaehlt, dass ihr Tochter in der Nachbarstadt Leon studiert, und zwar abends, weil sie sich am Tag das Studium finanzieren muss. Das wird immer schwieriger. Die Gebuehren fuer ein Semester an der staatlichen Uni sind 17,50$, (Privatuni 350) ein arbeiter verdient 110$ ca im Monat. Auch wenn hier das meiste sehr guenstig ist, alles was von aussen kommt ist purer Luxus und fuer die Einheimischen nicht zu bezahlen (Glas Nutella 6$, eine Packung Rocher 25$!!!!).

Trotzdem sind die Einheimischen hier super nett und aufgeschlossen. Wenn wir vorbeikommen gruessen sie freundlich (nicht nur Sabine :) ) , fragen wer wir sind, woher wir kommen und was wir machen. Wenn wir ihnen dann erzaehlen, dass wir ihr Land entdecken wollen, strahlen sie ueber beide Ohren und wuenschen uns alles gute.

Fuer Nikolai hat heute an seiner Hausarbeit zur amerikanischen Demokratiefoerderpolitik in nicaragua zur Zeit von Ronald Reagan (Ende 80er) gearbeitet. Erst Internetrecherche, dann Einlesen in ein Gutachten der Bertelsmann Transformationsstiftung zur Entwicklung der Demokratie in Nicaragua – bis um 14h im Fernsehen die Championsleague uebertragen wurde... :) Manchester gegen Inter Mailand.

Morgen steht uns eine aetzende Bustour (4std einfach) zum Vulkan Cosiguina bevor. Der hat einen herrlichen Kratersee und von dort aus gibt es eine tolle Aussicht auf den Golfo de Fonseca (wo auch die Isla El Tigre liegt wo wir vorher waren). Wollen wir hoffen, dass sich die Strapazen lohnen! Das koennt ihr dann am Freitag lesen, wenn wir wieder hier sind.

Der Gruss des Tages geht heute an BENNI:
Weil wir morgen kein Internet haben, wuenschen wir dir jetzt schon alles alles Gute fuer deine Pruefung!!!! Wir werden dir ganz ganz feste alle Daumen und sonstige Koerperteile druecken. Du schaffst das!!!

Auch an alle anderen ganz liebe Gruesse, wir hoffen, dass ihr uns jetzt alle gefunden habt und fleissig mitlesen koennt. Bis Freitag und gute Nacht!

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Dienstag, 10. März 2009
Tag 19 Willkommen in Nicaragua
Nikolai schreibt:

Ein Drittel unserer Reise ist um und Sabine hat heute ihr drittes zentralamerikanisches Land kennen gelernt. Ein wahrscheinlich einmaliges Erlebnis: Wir sind in einer Stadt, die ich schon kenne und Helmar nicht: Chinandega im Osten von Nicaragua (muesstet ihr auf der Karte finden, ist eine Provinzhauptstadt).

Ansonsten in aller Kuerze das neuste (haben nur noch 10 Minuten): Keine Angst, meinem Fuss geht es wieder besser, der Schreck war groesser als der Schaden. Ich kann von glueck reden dass es kein Rochen oder ein anderes giftiges Tier war. So hatte ich nur unheimliche Schmerzen. Gott sei Dank war Sabine da!! Sobald es geht stelle ich ein Foto von der Bisswunde online. :)

Heute uebernachten wir in einem Hotel, das 5$ pro Nase kostet, 1,50 fuers Fruehstueck. Der Weg heute ueber Land von der El Tigre nach Chinandega war sehr anstrengend, aber sehr guenstig, und wir hatten auch ueberall gleich Anschluss. Ein Charterboot an die Kueste von Nic haette 160$ gekostet!! Einmal hat der Bus sogar extra auf Bine gewartet, damit sie aufs Klo gehen konnte.... :) Nicaragua ist immer noch so, wie ich es in Erinnerung habe: guenstig und die Menschen sehr freundlich und aufgeschlossen.

Morgen oder uebermorgen gibt es einen laengeren Ueberblick, wir werden einige Tage hier sein und damit auch uebers Internet gut erreichbar.

Der Gruss des Tages geht heute an CELIA, deren Geburtstag gestern wir nicht vergessen haben!! Herzlichen Glueckwunsch und alles liebe und gute nachtraeglich!!!

Viele liebe Gruesse auch an alle anderen von uns dreien.

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